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Krank sein…

Mit diesem Thema habe ich mich im Laufe meines Lebens sehr oft auseinandersetzen müssen, da ich von Baby an immer wieder erkrankte. Ich hatte ständig etwas.

  • Warum Feind?
  • Warum Freund?
  • Was habe ich schon alles gemacht?
  • Was hilft mir?

Krank sein wollte ich nie, wer will das schon. Habe ich zu mindestens immer geglaubt. Ich habe es wie jeder abgelehnt und wollte weiterhin so funktionieren wie man es von mir erwartete. Natürlich auch schon als Kind. Ich durfte nicht so viel fehlen, da ich doch so viel verpassen würde. Hier eine Geburtstagsfeier oder ich konnte wieder nicht zum Tanzen. Japp, ein hartes Los. Ich fühlte mich körperlich und geistig schlecht. Ich hatte gefühlt alles was man haben konnte. Angefangen von einfachen Erkältungen bis hin zur doppelseitigen Lungenentzündung. Ständig habe ich hier gerufen. Ich verpasste nicht nur Unterrichtsstoff, sondern auch coole Partys.

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Was will mir das Leben sagen?

Es fühlte sich immer an, als sei ich das Opfer meines Lebens. Warum immer wieder ich? Besonders im letzten Jahr habe ich mich viel damit beschäftigt. Ich bin nicht das Opfer meines Lebens, diese Krankheiten habe ich selbst erschaffen. Das hört sich wahrscheinlich komisch für dich an. Aber es ist so, wir erschaffen alles selbst in unserem Leben. Auch die nicht so schönen Dinge, wie Krankheiten.

Natürlich gehört auch das Immunsystem dazu und wie unser Darm drauf ist usw. Das sollte auch alles im reinen sein. Dennoch können wir auch hierbei mit unseren Gedanken und Gefühlen sehr viel beeinflussen. Als ich einmal still war und tief in mich hineinhörte, wurde mir klar, warum ich immer wieder krank wurde. Ich hatte unterbewusst gelernt das ich so noch mehr Liebe, Geborgenheit und Aufmerksamkeit bekam.

Wenn ich krank war, musste ich nicht zur Schule

In meiner Kindheit war ich auf meine Mama fixiert und hatte Verlustängste, wenn sie nicht da war. Also, wenn ich krank war, war meine Mama bei mir. Ich wurde behütet und konnte gemütlich Fernsehen gucken. Du meinst vielleicht das reicht nicht, dass ich immer wieder krank wurde, da das ja viele Kinder mögen und wollen. Diese Kinder sind aber nicht immer wieder krank oder tun nur so als ob. Ich war ja wirklich krank. Ich manifestierte irgendwann, wenn ich krank bin dann muss ich nicht in die Schule.

Die Schule mochte ich von Anfang an, also seit der Grundschule nicht. Sie nahm mir irgendwann die Luft zu atmen. Ich entwickelte chronische Bronchitis und dann Asthma. Meine Ärzte pumpten mich dann fleißig mit Antibiotika voll, so dass ich bestimmt irgendwann im dunkeln geleuchtet hätte. Der Darm war dann irgendwann auch so richtig Fratze und mein Immunsystem gleich mit. Zusätzlich sagten mir meine Ärzte, dass ich ja sehr krank sei und ich glaubte das natürlich immer mehr. Körper und Geist hatten verinnerlicht, dass ich krank sei, mein Immunsystem dem einer alten Oma glich und dass ich mein Leben lang Medizin nehmen müsste. Wenn dir das immer wieder gesagt wird, dann glaubst du das irgendwann. Meine Krankheiten wurden eine wunderbare Ausrede, wenn ich Dinge nicht machen wollte. Meistens war mir dies nicht bewusst, ich wurde von ganz “alleine” krank.

Mein Freund.

Ich lernte meine Krankheiten im Unterbewusstsein zum richtigen Zeitpunkt anzuwenden, ob es in der Schule war, im privaten Leben oder später auf der Arbeit. Besonders mein Asthma wurde mein Freund. So richtig verstanden habe ich es erst nach dem ich bei einem Heiler war. Vor ca zwei Jahre dann, versuchte ich Alles, um das Asthma los zu werden, da es immer schlimmer wurde und ich kaum noch Luft bekam. Also war der Gang zum Heiler auch eine Option. Dazu will ich dir kurz erzählen, was ich dort erlebt habe.

Nach dem Vorgespräch legte ich mich auf eine Liege und ich entspannte mich. Dann erzählte er eine Geschichte – eine geführte Meditation. Es ging darum das ich meine Urangst treffe, da das Thema Asthma immer mit Urangst zu tun hat. In dieser Meditation traf ich dann auf meine Urangst. Sie zeigte sich erst als eine Art Fabeltier und dann nach und nach zeigte sich ein großer Braunbär. Erst etwas zottelig und dann doch ganz kuschelig. Ich mochte meinen Bären. Ich sollte ihn streicheln und ihm seine Wunden heilen. Das tat ich sehr gern. Nach dem ich das tat sollte ich ihn füttern und ihn langsam kleiner werden lassen. Das wollte ich nicht. Er sollte da bleiben. Mein Freund der Braunbär. Nach und nach tat ich es doch und er wurde so klein das er auf meine Hand passte und verschwand. Japp, ich weiß es hört sich für den einen oder anderen etwas verrückt an, war aber so.

Der Bär

Was habe ich davon mit genommen habe?. Erst nach Monaten habe ich verstanden, was das bedeutet hatte. Der Heiler sagte mir, dass die Urangst mir eigentlich Angst machen sollte. Das tat sie aber nicht. Ich habe verstanden, dass mein Asthma mir im Laufe der Jahre ein Freund geworden war. Er war immer da. Er hat mich beschützt. Der Bär. Ich musste durch ihn gewisse Dinge nicht tun. Durfte in meinem sicheren Zuhause bleiben. Ich bin übrigens nie wieder zu diesem Heiler hin gefahren, da er mir meinen Bär nehmen wollte. Damals war ich noch nicht bereit dafür. Ich habe diesen Bär seitdem nicht mehr gesehen, da ich nicht wollte das er kleiner wird. Wenn ich ihn jetzt in meinen Gedanken besuche, ist er da, wird aber sofort klein, wenn ich es will und er braucht mich nicht mehr zu beschützen. Danke lieber Bär.

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Was hilft mir?

Ich bin immer noch nicht frei von Symptomen. Seit einem Jahr bekomme ich alle vier Wochen eine Spritze in den Oberarm. Dieses Zeug ist angeblich sehr teuer, aber es hilft mir sehr sehr gut und ist somit jeden Penny wert. Nebenwirkungen hat es auch keine. Aber nicht nur diese Wunderspritze hilft. Meine Luft kam zu mir zurück als ich anfing die Wahrheit zu sagen. Ich meine damit, seitdem ich mich nicht mehr für andere Menschen verbiege und nur noch Dinge tue, die ich wirklich machen will, geht es mir gut. Ich muss nur noch selten mein Cortison Spray nehmen.Generell bin ich kaum noch krank. Es ist zwar immer noch derselbe Darm, aber mein Kopf ist ein anderer. Meine Gedanken dazu.

Das Leben in die Hand nehmen

Ich brauch nicht mehr beschützt werden. Ich darf mein Leben jetzt selbst in die Hand nehmen und mit voller Kraft voraus gehen. Auch wenn ich mal etwas kränkle und dann auf der Bühne stehe, wenn es “nur” das Zimmer bei einem Seniorenheimbewohner ist, so geht es mir gut. Ich kann im vollem Flow spielen und das beruhigt mich total. Wenn es darauf an kommt, funktioniere ich. Ich habe gelernt das ich auf meinen Körper höre. Wenn alles zu viel wird, dann zeigt es sich meistens an meiner Luft. Das ist meine Notbremse, damit ich es nicht übertreibe. Dann runterschalten und entspannen. Dabei darf ich noch lernen mir dafür die Erlaubnis zu geben. Das klappt aber auch immer besser.

Natürlich will ich dir mit diesem Artikel etwas bestimmtes mitteilen. Bitte höre auf deinen Körper. Wenn du Krank wirst, dann hast du das irgendwie unterbewusst erschaffen. Was will dein Körper dir damit sagen? Brauchst du Mehr Ruhe? Mehr Achtsamkeit? Mehr Liebe? Was auch immer, aber er sagt dir etwas. Jede Krankheit nutzt uns in irgendeiner Form, auch wenn man es nicht auf Anhieb versteht.

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Ich danke dir für deine Zeit. Hoffentlich hast du gerade deine Füße hoch gelegt und entspannst etwas. Falls nicht, dann gönn dir jetzt noch die Zeit. Ich bin sehr dankbar, dass es dich gibt.

Vergiss bitte niemals lieben.lachen.leichtigkeit. 

Fühl dich umarmt.

Deine Nadja